Der CAS versteht sich als Plattform, um anknüpfend an die Erfahrungen der Teilnehmenden im Austausch mit Fachpersonen aus Wissenschaft und Praxis, das eigene berufliche Handlungsrepertoire der Community- und Sozialraum-Arbeit zu erweitern. Dabei geht es um den Ausbau konzeptioneller und strategischer Kompetenzen für die bewusste Gestaltung des Miteinanders in einer diversen Gesellschaft.
Zielpublikum:Der CAS richtet sich an Fachpersonen, die in Quartieren, Gemeinden oder Städten zur Gestaltung des Zusammenlebens beitragen und mit unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, Communities oder Organisationen arbeiten. Angesprochen sind insbesondere Personen aus Bereichen wie
- Gemeinwesenarbeit und soziokultureller Animation, Quartier- und Integrationsarbeit in Gemeinden und Städten
- zivilgesellschaftlichen Organisationen und Stiftungen
- religiösen Communities und kirchlichen Organisationen
- Freiwilligenarbeit und Engagementförderung
- Bildung, Gesundheit oder Kultur mit Bezug zum Sozialraum
- Stadt-, Quartier- oder Gemeindeentwicklung
Der CAS steht Personen mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen offen, z.B. aus Sozialer Arbeit, Stadt- und Raumplanung, Theologie oder Religionswissenschaft, Pädagogik, Soziologie, Gesundheit, Architektur oder verwandten Fachgebieten. Auch engagierte Praktiker:innen sowie Quereinsteiger:innen mit entsprechender Erfahrung können zugelassen werden.
Ziele:Der CAS unterstützt die Teilnehmenden bei der Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten und ihres Wissens für die Arbeit, die auf ein Zusammenleben unter den Bedingungen von Diversität und Dialog ausgerichtet ist. Es geht um das soziale, unterstützende und gestaltende Handeln zur nachhaltigen Entwicklung der Lebensqualität für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und Communities sowie im sozialen Nahraum in Quartieren, Stadtteilen kleiner und grosser Städte sowie in Gemeinden. Anknüpfend an den Erfahrungen und Fragen der Teilnehmenden zielt der CAS darauf ab, die Potenziale von Sozialraum und Communities, ausgerichtet am Gemeinwohl und einer nachhaltigen Entwicklung, möglichst umfassend zu nutzen und weiterzuentwickeln.
Inhalt:
Modul 1: Grundlagen und Verständigung (3 ECTS)
- Aktuelle Themen sowie Akteur:innen der Sozialraum- und Community-Arbeit
- Partizipation als Teilhabe an der Gesellschaft, reflexive und partizipative Haltung
- Urbane Diakonie als eine für die Schweiz prägende Gemeinwesenarbeit in Verbindung mit anderen religiösen Community-Arbeiten
- Werthaltungen: ethische, kulturelle und religiöse Grundlagen für die Community-Arbeit
- Einbettung der Sozialraum- und Community-Arbeit in Planung und Entwicklung von Stadt und Region, in Planungs- und Entscheidungsebenen sowie in politische Strukturen
Modul 2: Methoden der Sozialraum- und Community-Arbeit (3 ECTS)
- Gemeinwesenarbeit
- Soziokulturelle Animation
- Community Development
- Community Organizing
- Service User Involvement
- Caring Community und Spiritual Care
- Sozialraum- und Community-Arbeit unterschiedlicher Religionen, Urbane Diakonie/Öffentliche Theologie/Öffentliche Diakonie
- Politische Implikationen
- Ein- und Ausschlüsse
Modul 3: Methoden der Zusammenarbeit im Team und in Projekten (4 ECTS)
- Integrale Projektmethodik: von der Problemdefinition und Zielentwicklung über die Projektplanung und Umsetzung bis zur Evaluation unter Partizipation von Ziel- und Anspruchsgruppen
- Kennenlernen und Anwenden grundlegender Methoden des Design Thinking unterstützt durch kreative Formate der Zusammenarbeit sowie für die Lösungsfindung im Team
- Kollaborative Weiterentwicklung des eigenen Projekts
Modul 4: Integration und Projektarbeit (5 ECTS)
- Coaching-Tag
- Kolloquium/Projektpräsentation
- CAS-Abschluss