ZHAW Departement Soziale Arbeit

CAS Dis-/Ability: UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen

Ort

auf Anfrage

Start

20.08.2026

Anmeldeschluss

19.06.2026

Dauer

20 Unterrichtstage

Preis

CHF 8'000.00

Abschluss

CAS


Hinweis zum Datenschutz
Dieser CAS bietet einen umfassenden Überblick zur UN-BRK sowie zum Thema Behinderung und Inklusion. Er basiert auf den Forschungsresultaten der Disability Studies. Dieser Wissenschaftsansatz betrachtet Behinderung nicht als ein zu lösendes Problem, sondern fokussiert auf den Umgang der Gesellschaft mit Behinderung als Differenzkategorie. Durch die vermittelten Kompetenzen und Tools im CAS wird die Förderung von inklusiven Angeboten und Strukturen ermöglicht und die Umsetzung der UN-BRK vorangetrieben. Davon profitieren nicht nur alle Menschen mit und ohne Behinderung, sondern auch Organisationen und Bewegungen. Zielpublikum:

Der CAS wendet sich an Fachpersonen, die sich in ihren Organisationen mit der Umsetzung der UN-BRK beschäftigen und konkrete Projekte zur Umsetzung der UN-BRK initiieren, planen und umsetzen möchten bzw. müssen. Dies können Fachpersonen unterschiedlicher Hierarchiestufen sein, beispielsweise aus der Sozialen Arbeit, dem HR, dem Gesundheitswesen oder dem Diversity- und Gleichstellungsbereich. Zudem Fachpersonen: 

  • aus kantonalen und kommunalen Verwaltungen, die die Aufgabe haben, die UN-BRK in den Kantonen und Gemeinden umzusetzen. 
  • aus Unternehmen, die sich sowohl bezüglich ihrer Unternehmensstruktur als auch bezüglich der Produktentwicklung an den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen respektive an den Vorgaben der UN-BRK orientieren wollen. 
  • von Behindertenorganisationen, NGOs etc., die die Umsetzung der UN-BRK in eigenen Projekten vorantreiben möchten. 
  • aus Institutionen, die ihre Angebote für Menschen mit Behinderungen im Sinne der UN-BRK ausrichten möchten. 
  • denen das Wissen dazu fehlt, inklusive Angebote im Bereich Wohnen, Dienstleistungen und Arbeit aufzubauen.
Ziele:
  • Die Teilnehmenden haben ihr Wissen zur UN-Behindertenrechtskonvention erweitert und vertieft. 
  • Die Teilnehmenden sind in der Lage, eigene Haltungen zum Thema Behinderung zu reflektieren und haben die Kompetenzen erworben, eine menschenrechtliche Perspektive einzunehmen. 
  • Die Teilnehmenden haben ihre Handlungskompetenzen in Bezug auf eine praktische Umsetzung der UN-BRK erweitert. Zudem kennen sie Tools und können diese nutzen, was die partizipative Umsetzung von konkreten Projekten erleichtert. Dies insbesondere in Bezug auf die Themen Wohnen, Arbeiten, Partizipation sowie hindernisfreie Dienstleistungen. 
  • Die Teilnehmenden erhalten im CAS den Rahmen, um eigene Projekte oder Projektideen zu entwickeln, voranzutreiben und zu reflektieren. Die zahlreichen Perspektiven fliessen gewinnbringend in ihr eigenes Projekt ein. 
  • Die Teilnehmenden können nationale und internationale Praxisbeispiele als Ideen für eigene Umsetzungen nutzen.
Inhalt: Modul 1: Grundlagen

In Modul 1 lernen die Teilnehmenden die UN-Behindertenrechtskonvention einführend kennen und diskutieren verschiedene Modelle und Konzepte von Behinderung und Inklusion. Dies vor dem Hintergrund der Disability Studies. Es werden gleichstellungsrechtliche und strukturelle Rahmenbedingungen sowie die Herausforderungen bei der Umsetzung der UN-BRK behandelt. Abschliessend erwerben die Teilnehmenden Kenntnisse in Projektmethodik und entwickeln ihre eigenen Projektideen (z.B. Förderung von selbstbestimmtem Wohnen, inklusiven Arbeitssettings, hindernisfreier Kundenkontakt, partizipative Quartierentwicklung oder gleichstellungskonforme Personalrekrutierung). 

Modul 2: BRK-Umsetzungskompetenz

Modul 2 beginnt mit zwei einführenden Tagen, in welchen wir im Sinne eines Moot Court (MC) eine Gerichtsverhandlung nachspielen, bei welcher die CAS-Teilnehmenden die Sicht von verschiedenen Akteurinnen und Akteuren einnehmen. Danach stehen vier konkrete Themen im Fokus: Wohnen, Arbeiten, Partizipation und hindernisfreie Dienstleistungen. Bei diesen Schwerpunkten werden die UN-BRK-Vorgaben vorgestellt und mit dem Ist-Zustand in der Schweiz kontrastiert. Danach werden konkrete Tools und Handlungsanweisungen diskutiert, wie beim jeweiligen Lebensbereich die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gefördert werden könnte. Anschliessend folgt ein gemeinsamer Austausch über eigene Projektideen, inkl. Moderation und Coaching durch Dozierende (Projektworkshop mit Coachingmöglichkeit). Am letzten Tag von Modul 2 erfolgt eine Exkursion zur UNO in Genf, um die Arbeit des UN-Ausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen kennenzulernen.

Modul 3: Best Practices und Abschluss

In Modul 3 wird das bisherige Wissen mithilfe des Rahmens der Critical Diversity Literacy integriert. Danach behandelt der CAS nationale und internationale Best Practices zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Das Modul schliesst mit einer Präsentation der eigenen Projektkonzepte der Teilnehmenden.

mehr zur Durchführung

Der CAS findet durchgängig im selben Raum im Toni-Areal in Zürich statt. Dieser Raum ist barrierefrei zugänglich. Damit bieten wir den optimalen Rahmen für den persönlichen Austausch, das Knüpfen von Kontakten und für gruppendynamische Prozesse. Ergänzend werden digitale Elemente zur Wissensvermittlung und zur Unterstützung des begleiteten Selbststudiums eingebunden – teilweise auch zeit- und ortsunabhängig. Aus Gründen der Nachhaltigkeit werden die Unterrichtsunterlagen in der Regel nicht ausgedruckt, sondern auf der Lernplattform “Moodle” zugänglich gemacht. Auf behinderungsspezifische Bedürfnisse wird, wo immer möglich, Rücksicht genommen. Unterlagen können bei Bedarf auch in anderer Form aufbereitet werden.

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