auf Anfrage
31.08.2026
ca. 8 Monate
CHF 6'900.00
CAS
An wen richtet sich der CAS?
Der CAS richtet sich an anerkannte Psychotherapeut:innen und Beratende, die ihre Fach- und Beziehungskompetenz vertiefen möchten. Teilnehmende sind bereit, sich persönlich zu öffnen und prozess- sowie erfahrungsorientiert zu lernen.
Warum lohnt sich die Weiterbildung für Sie?
Psychische Belastungen und emotionale Erschöpfung sind im beratenden und therapeutischen Berufsalltag häufig. Mitgefühl und Selbstmitgefühl sind wissenschaftlich fundierte Schlüssel zur Resilienz und gesundheitsförderlichen Selbstfürsorge und werden in der therapeutischen Arbeit immer wichtiger. Der CAS vermittelt Ihnen fundiertes Wissen und praktische Erfahrung, um Mitgefühl als Kraftquelle für Ihre Arbeit und Ihr persönliches Wohlbefinden zu nutzen.
Sie lernen, wie Sie mitfühlend auf herausfordernde Situationen reagieren, Klient:innen empathisch begleiten und dabei die therapeutische Präsenz fürsorgend für die Klient:innen und gleichzeitig für sich selbst gestalten. Das Programm fördert Ihre Fähigkeit zur Selbstreflexion, zur Emotionsregulation und zur Integration von Mitgefühlsansätzen in Ihr bestehendes therapeutisches Repertoire.
Welche Inhalte werden konkret vermittelt?
Im Zentrum stehen die vertiefte Auseinandersetzung mit Mitgefühl und Selbstmitgefühl sowie deren Anwendung im therapeutischen Kontext. Die Inhalte werden in fünf Modulen vermittelt. Jedes Modul beinhaltet einen Online-Theorieblock und je zwei Tage in einem externen Bildungshaus.
Modul 1: Essentielle Selbstmitgefühls- und Mitgefühlspraktiken in der Selbsterfahrung
In diesem ersten Modul steht die Festigung einer eigenen Mitgefühlspraxis im Zentrum. Dies geht einher mit der Bereitschaft sich zu öffnen, nach innen zu schauen und sich berühren zu lassen von eigenem schmerzhaftem Erleben. Um mit schmerzhaftem Erleben sein zu können, braucht es das Kultivieren von unserem Selbstmitgefühl als Berater:innen und Therapeut:innen. Die eigene Auseinandersetzung mit Schmerz und den Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Kultivierung von Mitgefühl und Selbstmitgefühl bildet die Basis, von der aus wir schliesslich in der Lage sind, diese Kompetenzen auch unseren Klient:innen erfolgreich zu vermitteln.
Im Weiteren geht es in diesem Modul auch darum, vertraut zu werden mit den Tücken der evolutionären Entwicklung unseres menschlichen Gehirns und Nervensystems (ZNS, autonomes NS, «tricky brain»). Wie werden durch Mitgefühls- und Selbstmitgefühlspraxen Wege aus dem neurologischen «Bedrohungsloop» finden. Das CFT Modell der Emotionsregulierung , das sogenannnte 3-Kreise-Modell, bildet dafür eine wichtige Grundlage.
Modul 2: Integration und Anwendung in Psychotherapie und Beratung
Die Therapiebeziehung als wichtigster Wirkfaktor und Vermittler von Mitgefühl in der Psychotherapie und der Beratung soll in diesem Modul ganz im Zentrum stehen. Anhand von Demonstrationen und Rollenspielen lassen sich Möglichkeiten üben und erfahren, wie die Wirk- und Veränderungskraft vom Mitgefühl und Selbstmitgefühl sich in der therapeutischen Arbeit effektiv entfalten kann. Interventionen, die helfen, Selbstmitgefühl und Mitgefühl zu stimulieren, runden dieses Modul ab.
Modul 3: Integration und Anwendung in Psychotherapie und Beratung
Im dritten Modul soll der Fokus auf der Sensibilisierung von Beratenden und Therapierenden gelegt werden für Hindernisse, die den Weg eines mitfühlenden professionellen Prozesses erschweren oder gar versperren können. Gemäss dem Prinzip « from the inside out» wird die Sensibilisierung und das Gewahrsein für eigene Ängste, Blockaden und Widerstände im Zusammenhang mit Mitgefühl geschärft. Dies bildet die Basis, von der aus es schliesslich gelingt, auch mit den Widerständen, Ambivalenzen und Vorbehalten von Klienten langfristig erfolgreich umzugehen.
Modul 4: Trauma und Traumafolgestörungen und Neurodiversität
Dieses Modul widmet sich den besonders ausgeprägten und starken Befürchtungen gegenüber und der Vermeidung von Selbstmitgefühl und Mitgefühl bei traumatisierten Patient:innen und Menschen mit neurodiversen Merkmalen. Hierbei spielen starke Scham und harsche Selbstablehnung und begleitende automatisierte Verhaltensmuster eine sehr grosse Rolle. In diesem Modul werden wir erfahren, wie Mitgefühl und Selbstmitgefühl auch hier eine besonders kraftvolle heilsame Wirkung entfalten können
Modul 5: Burnout, Prävention und Self-Care in Gesundheitsberufen
Dieses abschliessende Modul steht im Zeichen der eignen Gesundheit und dem eigenen Blühen von uns Therapierenden und Beratenden im eigenen Beruf.
Es werden Belastungsfaktoren und Belastungsreaktionen thematisiert und darauf fokussiert, wie ein heilsamer Umgang mit diesen gelingen kann. Wir werden uns mit Empathie und Empathie-Distress auseinandersetzen und wie Mitgefühl und Selbstmitgefühl entscheidende schützende Faktoren sind. Wir werden untersuchen wie Verbundenheit und Unverbundenheit zwei entscheidende und auch schmerzhafte Zustände sein können.
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Haben Sie Fragen? Die Studienleitung stellt Ihnen den CAS-Lehrgang gerne an einer Infoveranstaltung genauer vor. Wir beraten Sie zu diesem Weiterbildungskurs gerne auch persönlich. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.
IAP Institut für Angewandte Psychologie
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