Schaffhauserstrasse 239, 8050 Zürich
03.06.2027
29.04.2027
7 Module bis 09.08.2028
CAS
12
2027-001 CAS
CAS Lerncoaching: Kinder und Jugendliche beim Lernen gezielt stärken
Der CAS Lerncoaching der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH) vermittelt Fachpersonen fundierte Kenntnisse und praxisorientierte Methoden, um Kinder und Jugendliche individuell beim Lernen zu begleiten. Die Weiterbildung verbindet Erkenntnisse aus Heilpädagogik, Pädagogik und Psychologie mit konkreten Coachingmethoden für Schule, Unterricht und weitere Lernkontexte.
Im Zentrum steht die Frage, wie Lernprozesse so begleitet werden können, dass individuelle Voraussetzungen, Stärken und Herausforderungen berücksichtigt werden. Die Teilnehmenden lernen, Lernbedingungen zu erfassen, passende Lerncoaching-Methoden einzusetzen und Kinder und Jugendliche bei Motivation, Selbststeuerung und der Entwicklung eigener Lernstrategien zu unterstützen.
Was ist Lerncoaching?
Lerncoaching ist eine individuelle Form der Lernbegleitung. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, ihre Lernprozesse besser zu verstehen, eigene Ressourcen zu nutzen und geeignete Strategien für das Lernen zu entwickeln.
Dabei geht es nicht allein um die Vermittlung von Fachwissen. Lerncoaching berücksichtigt unter anderem Kognition und Metakognition, Motivation und Emotion sowie Beziehung und Kooperation. Es kann sowohl im Unterricht als auch ausserhalb des Unterrichts eingesetzt werden.
Gerade in heterogenen Lerngruppen gewinnen individualisierte Lernprozesse an Bedeutung. Fachpersonen benötigen deshalb Methoden, mit denen sie unterschiedliche Lern- und Entwicklungsbedingungen erkennen und Lernende gezielt begleiten können.
Was lernen Sie im CAS Lerncoaching?
Der CAS vermittelt die Grundlagen des Lerncoachings und verbindet theoretisches Wissen mit der praktischen Umsetzung. Die Teilnehmenden befassen sich sowohl mit der individuellen Begleitung einzelner Kinder und Jugendlicher als auch mit Lerncoaching auf Schul- und Unterrichtsebene.
Sie lernen insbesondere,
Damit verbindet die Weiterbildung pädagogisches und psychologisches Fachwissen mit konkreten Werkzeugen für die tägliche Praxis.
Für wen eignet sich die Weiterbildung Lerncoaching?
Der CAS Lerncoaching richtet sich insbesondere an Fachpersonen aus der pädagogischen, heilpädagogischen und psychologischen Praxis. Dazu gehören beispielsweise Lehrpersonen, Schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, Schulpsychologinnen und Schulpsychologen sowie Schulassistenzen und weitere Personen, die Kinder und Jugendliche in Lernprozessen begleiten.
Auch eine Zulassung ohne pädagogische oder psychologische Grundbildung ist möglich. In diesem Fall prüft die CAS-Leitung die Voraussetzungen individuell. Dies kann beispielsweise für Personen aus der Nachhilfe, Klassenassistenzen oder Job-Coaches relevant sein.
Wie ist der CAS Lerncoaching aufgebaut?
Die Weiterbildung besteht aus sieben Modulen. Inhaltlich führt sie von den Grundlagen des Lernens und Coachings über konkrete Gesprächs- und Coachingmethoden bis zur praktischen Umsetzung.
Die Module behandeln folgende Schwerpunkte:
Theoretische Inputs werden mit Übungen, Fallanalysen, Diskussionen, Selbstreflexion und praktischer Projektarbeit verbunden. Dadurch können die Teilnehmenden die vermittelten Methoden direkt auf Situationen aus ihrem beruflichen Umfeld übertragen.
Praxisbegleitung und Lernpartnerschaften
Ein wesentlicher Bestandteil des CAS ist die begleitete Umsetzung des Gelernten in die Praxis. Zusätzlich zu den sieben Modulen nehmen die Teilnehmenden an Praxisbegleitungen und Lernpartnerschaftstreffen teil.
Die Praxisbegleitung erfolgt in Gruppen und bietet Raum, konkrete Fragestellungen aus dem beruflichen Alltag zu bearbeiten. Ergänzend dienen Lernpartnerschaften dem fachlichen Austausch und der gegenseitigen Unterstützung.
Auf diese Weise werden die Inhalte des CAS nicht nur theoretisch vermittelt, sondern fortlaufend mit der eigenen Berufspraxis verknüpft.
Praxisprojekt als Leistungsnachweis
Ein zentraler Bestandteil des CAS Lerncoaching ist ein individuelles Praxisprojekt. Die Teilnehmenden entwickeln, realisieren und präsentieren ein eigenes Projekt, in dem Methoden des Lerncoachings praktisch eingesetzt werden.
Das Projekt kann sich auf die individuelle Begleitung von Lernenden oder auf die Schul- und Unterrichtsebene beziehen. Die praktische Anwendung wird mit einer Reflexion des eigenen professionellen Handelns verbunden.
Das Praxisprojekt dient damit als Brücke zwischen Weiterbildung und Berufsalltag: Erworbenes Wissen wird auf eine konkrete Fragestellung übertragen, praktisch erprobt und reflektiert.
Abschluss und ECTS
Der CAS Lerncoaching wird mit einem Zertifikat der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH) abgeschlossen. Für die erfolgreich absolvierte Weiterbildung werden 12 ECTS-Credits vergeben.
Voraussetzungen für den Abschluss sind die aktive Teilnahme am Lehrgang sowie die Erfüllung des vorgesehenen Leistungsnachweises.
Umfang des CAS Lerncoaching
Die Weiterbildung kombiniert Präsenzveranstaltungen, begleitete Praxisphasen, Lernpartnerschaften, Selbststudium und Projektarbeit.
Der CAS umfasst:
Durch diese Kombination können die Teilnehmenden neue Lerncoaching-Methoden schrittweise kennenlernen, erproben und in ihre eigene berufliche Praxis integrieren.
CAS Lerncoaching an der HfH auf einen Blick
Abschluss: Zertifikat der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH)
ECTS: 12 ECTS-Credits
Umfang: 7 Module à 2 Tage plus Praxisbegleitung, Lernpartnerschaften, Selbststudium und Praxisprojekt
Zielgruppe: Lehrpersonen, Schulische Heilpädagog:innen, Schulpsycholog:innen, Schulassistenzen und weitere Fachpersonen aus pädagogischen und verwandten Tätigkeitsfeldern
Zulassung ohne pädagogische oder psychologische Grundbildung: nach individueller Prüfung möglich
Maximale Teilnehmerzahl: 24 Personen
Anbieter: Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (HfH), Zürich
Warum Lerncoaching in Schule und Bildung einsetzen?
Lerncoaching verbindet die fachliche Begleitung von Lernprozessen mit einem individuellen Blick auf die lernende Person. Statt ausschliesslich Ergebnisse zu betrachten, werden auch Lernstrategien, Motivation, Emotionen, Selbstreflexion und persönliche Ressourcen einbezogen.
Für Fachpersonen bietet dieser Ansatz die Möglichkeit, Kinder und Jugendliche gezielter in ihren individuellen Lernprozessen zu begleiten. Gleichzeitig lassen sich Methoden des Lerncoachings auf Unterrichts- und Schulebene einsetzen, etwa beim Umgang mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen oder beim Abbau von Lernbarrieren.
Der CAS Lerncoaching der HfH vermittelt dafür wissenschaftlich fundierte Grundlagen und praxisorientierte Methoden, die auf unterschiedliche Lern- und Bildungssituationen übertragen werden können.