Gepostet 05.08.2026, Romy Niederberger
Sicher durch die Lehrabschlussprüfung: Mit diesen 10 Tipps holst du dir deinen gelungenen Abschluss!
Das Qualifikationsverfahren (QV) erfordert in der finalen Phase noch einmal volle Konzentration von den Lernenden. Nach zwei Jahren bei einer EBA- oder drei bis vier Jahren bei einer EFZ-Lehre steht der Abschluss eines prägenden Lebensabschnitts bevor.
Unsere Tipps zeigen auf, wie eine fundierte Vorbereitung gelingt.
Nutze die offizielle Bildungsverordnung (BiVo) und den dazugehörigen Bildungsplan deines Berufes als inhaltliche Basis. Diese Dokumente halten detailliert und verbindlich fest, welche Handlungskompetenzen und Fachinhalte in den schulischen und betrieblichen Qualifikationsbereichen geprüft werden.
Suche frühzeitig das Gespräch mit deiner Berufsbildnerin oder deinem Berufsbildner. Kläre ab, welche praktischen Fertigkeiten und Abläufe in der IPA bzw. VPA verlangt werden.
Behalte den Zeitplan im Auge. Die schulischen Termine für die Abschlussprüfung in ABU bzw. Berufskunde erfährst du über die Berufsfachschule. Die Termine für den betrieblichen Teil (IPA/VPA) teilt dir dein Lehrbetrieb spätestens einen Monat im Voraus mit.
Falls du eine Bewilligung für einen Nachteilsausgleich hast, prüfe dein Prüfungsaufgebot sorgfältig. Sind Anpassungen wie der Zeitzuschlag korrekt eingetragen? Informiere die Prüfungsleitung an der Berufsschule und den Berufsexperten im Betrieb frühzeitig, damit der separate Raum am Prüfungstag bereitsteht. Nimm die ausgedruckte Bestätigung zur Sicherheit mit.
Beginne frühzeitig, um Last-Minute-Stress zu vermeiden. Liste den Stoff nach Bereichen auf, setze Prioritäten (schwierige Themen zuerst) und plane feste wöchentliche Lernzeiten sowie Deadlines ein.
Variiere die Themen, um die Konzentration aufrechtzuerhalten. Zögere nicht, bei Unklarheiten frühzeitig Lehrpersonen, Mitlernende oder deinen Berufsbildner bzw. deine Berufsbildnerin um Hilfe zu bitten.
Nutze die Vorbereitungsphase vor den Prüfungen, um dich intensiv mit der offiziellen Online-Prüfungsplattform deines Berufsfeldes vertraut zu machen, damit am Prüfungstag keine technischen Hürden passieren.
Richte dir einen ungestörten Platz mit allen Arbeitsmitteln ein. Schalte digitale Ablenkungen (Push-Benachrichtigungen) konsequent aus oder nutze bei Bedarf ruhige Lernorte wie Bibliotheken.
Übe mit den offiziellen Probeprüfungen inklusive Musterlösungen. Du findest sie auf den Websites der Branchenverbände (OdA), auf den schuleigenen Plattformen oder direkt im digitalen Prüfungssystem deines Berufsfeldes. Notiere dir nach jeder Übungsprüfung, welche Themen dir noch Schwierigkeiten bereiten und wiederhole diese gezielt.
Solltest du am Prüfungstag ausfallen, melde dich unverzüglich noch vor Prüfungsbeginn bei der Prüfungsleitung sowie beim Lehrbetrieb. Ein Arztzeugnis ist zwingend erforderlich, das genaue Vorgehen entnimmst du deinem Prüfungsaufgebot.
Ein Ratgeber von Bildung-Schweiz.ch, dem unabhängigen Schweizer Bildungsportal für Aus- und Weiterbildung. Die Erstveröffentlichung erfolgte am 30.04.2021, durch Ronny Arnold. Diese Fassung wurde am 20.07.2026 redaktionell mit aktuellen Zahlen aus der Schweiz überarbeitet und ergänzt.